Die Funken (oder wie Kölner Karnevalsfiguren entstanden sind) Die " Funken " im Kölner Karneval sind Erinnerung an die einstigen Kölner Stadtsoldaten, eine 1660 vom Rat aufgestellte Söldnertrupe in rotweißen Uniformen. Die hatten die Stadt in deren mächtiger mittelalterlicher Festungsmauer zu beschützen. Das taten sie in aller Gemütsruhe und in anbetracht ihres geringen Solds mit Nebenbeschäftigungen wie Strümpfestricken. Sie kannten nicht den verbissenen Ernst preußischer Soldatenzucht.
Beim Einmarsch der französischen Revolutionstruppen 1794 verschwanden sie sang- und klanglos. Daher wurden die"Funken" im Kölner Karneval einerseits zu einer Persiflage auf die alte Zeit mit ihrer Gemütlichkeit und andererseits zum lustigen Protest gegen alles Militaristische a´la Preußen, das den Rheinländern besonders unbehaglich war, seit sie 1815 unter deren Herrschaft gekommen waren. Seit 1869 gibt es neben dem karnevalistischen Traditionskorps der "Roten Funken" (von 1823) auch "Blaue Funken", die einen als "Infanteristen", die anderen als "Atelleristen". Ihre lustige Spezialschau: Stippe - föttche- Wibblee! - das ist das Aneinanderstoßen und Reiben von je zweier Funken- Hinterteilen; ein urkomischer Jokus.
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